100 Jahre Vereinssport in Wesenberg
100 Jahre Vereinssport in Wesenberg

100 Jahre Vereinssport in Wesenberg das verbindet – das sind 100 Jahre Bewegung, Begegnung, Gemeinschaft und Tradition!

Was 1925 mit den ersten organisierten Fußballaktivitäten begann, entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einer vielfältigen Sportlandschaft, die bis heute fest zum Leben unserer Stadt gehört. Generationen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen haben in Wesenberg Sport getrieben, Wettkämpfe bestritten, Erfolge gefeiert, Niederlagen verarbeitet und vor allem eines erlebt: Gemeinschaft.
Darauf können wir als „Unioner“ mit großem Stolz zurückblicken. Der heutige Sportverein „Union“ Wesenberg ist der Nachfolger mehrerer Sportorganisationen und hat über viele Jahrzehnte einen maßgeblichen Anteil daran, dass die sportliche Tradition in unserer Stadt erhalten und weiterentwickelt wurde.

Vereinssport war und ist in Wesenberg weit mehr als Bewegung und Wettkampf. Er schafft Begegnungen, verbindet Generationen und gibt Menschen einen Ort, an dem sie sich engagieren und Verantwortung übernehmen können.
Ob als Vorstand, Sportler, Trainer, Übungsleiter, Betreuer, Helfer, Platzwart, Reinigungskraft, Kraftfahrer oder Förderer – über ein ganzes Jahrhundert hinweg haben unzählige Menschen ihre Zeit und ihre Kraft in den Dienst des Sports gestellt.

Ihnen allen ist es zu verdanken, dass der Sport in Wesenberg zu einem festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens geworden ist.

Dabei standen stets mehrere Gedanken im Mittelpunkt: Gesundheit und Fitness zu fördern, Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen und den sozialen Zusammenhalt innerhalb der Stadt zu stärken.
Sport verbindet – damals wie heute.
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Die Wurzeln des Vereins

Die Geschichte des Vereinssports in Wesenberg ist eng mit dem Fußball verbunden. Bereits in den 1920er-Jahren begeisterte der Fußball zahlreiche Menschen und entwickelte sich zu einem wichtigen Mittelpunkt des örtlichen Sportlebens.

1925 begann der vereinsorganisierte Fußballsport. Schon damals wurde deutlich, welche Begeisterung der Sport in der Stadt auslösen konnte. So besiegte beispielsweise die Wesenberger Schülermannschaft in Neustrelitz den Ballspiel-Verein 19 mit 5:4.

Nur zwei Jahre später, 1927, fand das erste Leichtathletiksportfest statt. Rund 400 Zuschauer verfolgten die Wettkämpfe. Bei dieser Gelegenheit wurde der Stierhornpokal gestiftet, der viele Jahrzehnte zu den besonderen Erinnerungsstücken des Vereins gehörte, bevor er im Jahr 2000 leider gestohlen wurde.

Aus diesen frühen Anfängen entwickelte sich eine Vereinsgeschichte, die von zahlreichen Veränderungen geprägt war.
Die Namen wechselten – die Leidenschaft blieb:

1925–1933: Arbeitersportverein Wesenberg
1933–1945: Sport Club Wesenberg
1948–1954: Sportgemeinschaft „Freundschaft“ Wesenberg
1954–1957: Sportgemeinschaft „Aufbau“ Wesenberg
1957–1971: Betriebssportgemeinschaft „Traktor“ Wesenberg
1971–1990: Betriebssportgemeinschaft „Union“ Wesenberg
seit 1990: Sportverein „Union“ Wesenberg e. V.

Die Namen und Strukturen änderten sich im Laufe der Geschichte immer wieder. Die Begeisterung für den Sport und der Zusammenhalt der Menschen blieben jedoch bestehen.


Nach dem Krieg: Neubeginn und Aufbruch

Nach den schwierigen Jahren des Zweiten Weltkriegs begann auch in Wesenberg ein sportlicher Neubeginn.
Bereits in der Saison 1946/47 konnte die erste Männermannschaft die Kreismeisterschaft erringen. Der Fußball erhielt damit früh wieder eine wichtige Bedeutung für das gesellschaftliche Leben der Stadt.

- 1948 entstand die Sportgemeinschaft „Freundschaft“. In den folgenden Jahren entwickelte sich das Vereinsleben stetig weiter.
- 1952 kam es zu ersten Interzonenspielen mit Schwarzenbek. Solche Begegnungen waren weit mehr als sportliche Vergleiche. Sie ermöglichten Kontakte und persönliche Begegnungen und schufen Freundschaften, die teilweise über Jahrzehnte Bestand hatten.
- 1953 wurde am Sportplatz Woblitzsee ein Sanitär- und Umkleidegebäude errichtet. Damit verbesserten sich die Bedingungen für den Sport deutlich.

Neue Sportarten bereichern das Vereinsleben

Mit der Zeit beschränkte sich das sportliche Angebot längst nicht mehr auf den Fußball - 1956 wurde innerhalb der BSG „Traktor“ die Sektion Wassersport gegründet. Ein Bootsschuppen entstand und bildete den Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung des Kanusports.

Nach dem Bau der Kegelbahn im Jahr 1961 entstand 1962 die Sektion Kegeln.

1967 begann der Aufbau einer Kanurennsportgruppe. In den folgenden Jahren entwickelten sich daraus erfolgreiche Sportler, von denen einige zum Sportclub nach Neubrandenburg delegiert wurden.
Damit wurde deutlich: Wesenberg war auf dem Weg zu einem vielseitigen Sportstandort.


Fußball erlebt seinen großen Aufschwung

Besonders die Entwicklung des Fußballs sorgte in den 1960er- und 1970er-Jahren für große Begeisterung.

In der Saison 1969/70 wurde die erste Männermannschaft Kreismeister und stieg in die Bezirksklasse auf.

Eine besondere Episode war der Mädchen- und Frauenfußball, der von 1970 bis 1973 bestand. Die Spiele erfreuten sich großer Beliebtheit und sorgten für beachtliche Zuschauerzahlen.

In der Saison 1974/75 gelang der ersten Männermannschaft erstmals der Aufstieg in die Bezirksliga Neubrandenburg.
Der Fußballsport erlebte nun einen gewaltigen Aufschwung. Insgesamt acht Mannschaften waren im Spielbetrieb – drei Männer- und fünf Nachwuchsmannschaften.

1977 – Fußballfieber in Wesenberg

Der Sommer 1977 ist vielen Unionern bis heute in besonderer Erinnerung.
Im Juli gastierte der 1. FC Union Berlin zu einem Freundschaftsspiel in Wesenberg. Vor rund 1.500 Zuschauern unterlag die heimische Mannschaft mit 1:4.

Nur wenige Monate später folgte ein weiteres außergewöhnliches Ereignis: Im November 1977 traf die Wesenberger Mannschaft in der Bezirksliga auf die TSG Neustrelitz. Rund 2.000 Zuschauer wollten das Spiel sehen. Auch das DDR-Fernsehen war mit seiner Sendung „Sport Aktuell“ vor Ort.

Diese Zahlen erzählen mehr als nur eine sportliche Geschichte. Sie zeigen, welche Bedeutung der Fußball damals für die Menschen in Wesenberg hatte. Wenn 2.000 Menschen wegen eines Fußballspiels zusammenkommen, dann ist das mehr als Sport – dann ist es gelebte Gemeinschaft.


Das Waldstadion – gemeinsam geschaffen

Die Entwicklung des Sports verlangte nach besseren Bedingungen. Zwischen 1978 und 1988 entstand das heutige Waldstadion mit Platzfläche, Mehrzweckgebäude, Nebenanlagen und einem Nebengebäude für die Platzbewässerung.
Der Bau war eine große Herausforderung. Gemeinsam mit dem DTSB-Bezirksvorstand, den örtlichen Betrieben und vor allem durch die umfangreichen Eigenleistungen der Fußballer entstand eine Sportanlage, die ihrer Zeit qualitativ einen gehobenen Standard bot.

Es war ein Beispiel dafür, was möglich ist, wenn viele Menschen gemeinsam anpacken. Das Waldstadion ist deshalb nicht nur ein Sportplatz. Es ist auch ein Stück Vereinsgeschichte und Heimat unseres Vereins.

1978 waren bereits 723 Mitglieder in sechs Abteilungen und fünf allgemeinen Sportgruppen organisiert.
Im selben Jahr wurde die BSG „Union“ erstmals mit der Ehrenurkunde des DTSB ausgezeichnet. 1986 folgte die zweite Auszeichnung.

1988 wurde die zweite Männermannschaft Kreismeister des Kreises Neustrelitz.


Erfolge, die in Erinnerung bleiben

Sportgeschichte wird von Menschen geschrieben - manche Namen verbinden sich dabei besonders eng mit bestimmten Erfolgen.

*Kanusport*

- Manfred Pahl wurde 1971 DDR-Meister im K4 über 1.000 Meter.
- Sylvia Bruhn errang die DDR-Meisterschaft im K4 und belegte im K2 den zweiten Platz.
- Jörn-Eric Schneider erreichte bei der Weltmeisterschaft 1982 in Belgrad im K2 den achten Platz.

*Fußball*

Andere Namen stehen für jahrzehntelange Vereinstreue:
- Steffen Czaplicki, Harry Frank und Mario Pfeiffer absolvierten jeweils mehr als 700 Spiele für die erste Männermannschaft.
- Detlef Köpnick, Andreas Peters und Bodo Hein kamen auf mehr als 600 Einsätze.
- Peter Vorwerk, Stefan Fenner und Jan Hauff bestritten rund 500 Spiele.
- Wolfgang Lexow, Bodo Hein, Joachim Kittendorf und Manfred Knaust spielten zwischenzeitlich sogar in der DDR-Liga.

Solche Zahlen sind beeindruckend. Noch wichtiger ist jedoch, was dahintersteht: Jahrzehnte voller Training, Mannschaftsgeist, Verlässlichkeit und Verbundenheit mit dem Verein.

*Leichtathletik*

Auch die Leichtathletik hat in Wesenberg herausragende Sportler hervorgebracht:
- Mark Frank gewann 1999 Bronze im Speerwurf bei der U23-Europameisterschaft, wurde 2009 Deutscher Meister und nahm an den Weltmeisterschaften 2005 in Helsinki und 2009 in Berlin teil, wo er jeweils den achten Platz erreichte.
- Christian Lehmann wurde 1997 Landesmeister der AK 14 über 80 Meter Hürden.
- Sophie Ernst wurde 2017 Norddeutsche Meisterin der AK 15 im Sprint.
- Vivien Ernst gewann 2019 in Bremen die Vizemeisterschaft der W15 im Hochsprung.
- Nele Drücker wurde 2023/24 Landesmeisterin der Altersklassen W11 und W12 im Hochsprung.


Die Menschen hinter dem Sport

Kein sportlicher Erfolg ist ohne diejenigen möglich, die im Hintergrund wirken.

Trainer und Übungsleiter haben über Jahrzehnte Wissen, Erfahrung und Begeisterung weitergegeben. Sie standen am Spielfeldrand, in der Halle, auf dem Wasser oder auf der Laufbahn und begleiteten Generationen von Sportlerinnen und Sportlern.

Viele von ihnen waren über Jahrzehnte aktiv - besonders hervorzuheben sind unter anderem:
Hans Behrendt, Heinz Götting, Paul Müller, Wolfgang Friedemann, Manfred Kaplan, Klaus Ridder, Rudi Grambow, Helmut und Bernd Rumich, Gerd Burgmann, Barbara Gest, Jürgen Drücker, Wolfgang Stier, Bernd Radant, Klaus Brei, Eckard Riechel, Bodo Hein, Gerald Fricke, Mirko Tobien, Jens Burde, Bärbel Stein, Christin Albrecht, Mandy Ratajzak, Wiebke Lotzkat, Erich Falkenberg, Engel, Kay Rumich-Böttcher, Ralf Lindstädt und Bruno Beutler.

Sie stehen stellvertretend für viele weitere Menschen, die sich über Jahrzehnte für den Sport in Wesenberg eingesetzt haben.

Vereinsgeschichte besteht nicht nur aus Pokalen und Tabellen. Sie besteht vor allem aus Menschen.
Freundschaften, die Grenzen überwinden

Eine besondere Stärke des Sports liegt darin, Menschen miteinander zu verbinden.
Über Jahrzehnte entstanden Freundschaften zu Vereinen und Sportlern aus anderen Städten und Ländern. Dazu gehörten unter anderem Schwarzenbek, Gispersleben bei Erfurt, Prag, Rychnov, Cottbus, Meißen, Quakenbrück und Jernløse in Dänemark.

Man traf sich auf dem Fußballplatz, im Boot, bei Wanderungen oder zu gemeinsamen Veranstaltungen. Aus sportlichen Begegnungen wurden persönliche Kontakte und teilweise Freundschaften, die viele Jahre Bestand hatten. Gerade in Zeiten, in denen politische Grenzen und unterschiedliche Gesellschaftssysteme Menschen voneinander trennten, hatte der Sport eine besondere verbindende Kraft.

Wo Menschen gemeinsam Sport treiben, entstehen Brücken.


1990 – ein neuer Anfang

Die politische Wende brachte auch für den Sport in Wesenberg tiefgreifende Veränderungen - aus der bisherigen BSG „Union“ entstand 1990 der Sportverein „Union“ Wesenberg e. V.

Gleichzeitig entwickelte sich aus der ehemaligen Sektion Volleyball ein eigenständiger Verein der FS Wesenberg. Seit 1990/91 bestehen daher zwei Sportvereine in Wesenberg.

Der SV „Union“ entwickelte sein sportliches Angebot weiter. Neue Sportgruppen entstanden, bestehende Abteilungen wurden fortgeführt und die Nachwuchsarbeit blieb ein wichtiger Schwerpunkt.

- 1994/95 gelang der ersten Männermannschaft nach vielen erfolgreichen Jahren in der Bezirksliga Neubrandenburg der Sprung in die Landesliga Ost Mecklenburg-Vorpommern.
- 1996 entstand eine allgemeine Sportgruppe Kraftsport.
- 2000 wurde das 75-jährige Bestehen des Vereinssports gefeiert. Im gleichen Jahr entstand die allgemeine Sportgruppe Frauentennis.
- 2005 folgte das 80-jährige Jubiläum. Im selben Jahr wurde die Nachwuchsabteilung Boxen gegründet, die sich in den folgenden Jahren erfolgreich entwickelte.
- 2009 feierte die "Alte Herren"-Mannschaft ihr 50-jähriges Bestehen.


Neue Generationen – neue Herausforderungen

Mit dem Bau des Kleinfeldkunstrasenplatzes im Jahr 2014 erhielt insbesondere die Nachwuchsarbeit im Fußball neue Impulse.

- 2015 wurde das 90-jährige Bestehen des Vereinssports gefeiert.
- 2021 stand der Verein vor einer besonderen Herausforderung. Unter den Bedingungen der Corona-Pandemie fanden Ende Juli die Neuwahlen auf der Terrasse des Waldstadions statt. Ein wesentliches Ziel war die deutliche Verjüngung des Union-Vorstandes.

Auch sportlich gab es Höhen und Tiefen. Die Männermannschaft musste 2022/23 mit großen Schwierigkeiten kämpfen, konnte aber den Verbleib in der Kreisoberliga sichern.


100 Jahre Vereinssport in Wesenberg – ein Meilenstein und zugleich ein Zeugnis gelebter Gemeinschaft, sportlichen Geistes und gewachsener Tradition

Unter diesem Leitgedanken standen die Jubiläumsveranstaltungen des SV „Union“ Wesenberg im Jahr 2026. Vier besondere Veranstaltungs- und Festtage boten Gelegenheit, gemeinsam auf ein Jahrhundert Vereinssport in Wesenberg zurückzublicken, das Erreichte zu würdigen und zugleich den Blick voller Zuversicht in die Zukunft zu richten.

Und genau diese gelebte Gemeinschaft, dieser sportliche Geist und die Verbundenheit mit unserer Tradition machten jeden einzelnen Festtag zu etwas Besonderem. Ob beim Kegeln, auf dem Wasser beim Kanusport, beim Kinder- und Jugendtag oder bei der Festveranstaltung im Waldstadion – überall waren die Begeisterung für den Sport und die Verbundenheit mit unserem Verein spürbar.

Ein ganz besonderes Highlight war zweifellos das Jubiläumsspiel unserer Fußballerauswahl gegen die Traditionsmannschaft des 1. FC Union Berlin. Am Ende zeigte die Anzeigetafel ein 0:2 – doch das Ergebnis rückte an diesem Tag schnell in den Hintergrund. Bei widrigen Witterungsverhältnissen kämpften unsere Männer mit großem Einsatz und warfen alles in die Waagschale. Sie machten damit deutlich, was den Sportverein „Union“ Wesenberg seit jeher auszeichnet: Leidenschaft, Zusammenhalt und die Bereitschaft, füreinander einzustehen.

So wurden die Jubiläumstage zu weit mehr als einer Feier zum 100-jährigen Bestehen. Sie waren eine Hommage an all jene Generationen, die den Vereinssport in Wesenberg über Jahrzehnte geprägt und mit ihrem Engagement getragen haben.

100 Jahre Vereinssport – 100 Jahre Gemeinschaft. Und eine Geschichte, die weitergeht!

Heute zeigt sich, dass sich der Verein weiterentwickelt hat. In der Saison 2026/27 stehen beim Fußball drei Männermannschaften und vier Nachwuchsmannschaften im regulären Spielbetrieb. Darüber hinaus trainieren zwei Nachwuchsteams außerhalb des Wettkampfbetriebes.


Der Kanusport bleibt in Bewegung

70 Jahre Kanusport in Wesenberg – auch dieses Jubiläum wurde 2026 gebührend gefeiert.

Die Geschichte des Kanusports reicht von den ersten Wassersportaktivitäten über den Kanurennsport bis zu den heutigen vielfältigen Angeboten.
Ein schönes Beispiel für die Verbindung von Tradition und Zukunft ist die 2026 innerhalb der Sektion Kanu gegründete Drachensportgruppe „Woblitz-Dragons“.

Damit zeigt sich einmal mehr: Ein Verein lebt von seiner Geschichte – aber er bleibt nur lebendig, wenn er bereit ist, neue Wege zu gehen.


Leichtathletik – Nachwuchs mit Zukunft

Zwischen 2015 und 2025 entwickelte sich die Abteilung Leichtathletik zu einem besonderen Aushängeschild des Vereins.

Vor allem im Nachwuchsbereich konnten kontinuierlich Erfolge erzielt werden. Besonders die Mädchen sorgten mit ihren Leistungen für Aufmerksamkeit.
Diese Entwicklung ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig kontinuierliche Nachwuchsarbeit für die Zukunft eines Vereins ist, denn jeder Erfolg beginnt mit einem ersten Training.


Sportstätten sind Zukunft

Über 100 Jahre hinweg wurden die sportlichen Möglichkeiten in Wesenberg immer wieder erweitert und modernisiert.

Vom ersten Sanitär- und Umkleidegebäude am Woblitzsee über die Sporthalle „In den Wällen“, das Waldstadion und die Kanusportanlage bis hin zum Kleinfeldkunstrasenplatz und der digitalen Anzeigetafel wurde immer wieder investiert.

- 2022 erhielt das Spielfeld des Waldstadions eine neue Beregnungsanlage.
- 2025 wurde die digitale Anzeigetafel in Betrieb genommen.

Für 2025/26 wurden weitere Förderanträge gestellt – unter anderem für die Kanusportanlage sowie für Dach, Solaranlage und Fassade der Gebäude im Waldstadion.

Diese Investitionen zeigen: Die Geschichte des Vereins wird nicht nur bewahrt – sie wird weitergeschrieben.
Die Bürgermeister – Sport und Stadt eng verbunden

Eine Besonderheit der Wesenberger Sportgeschichte ist die enge Verbindung zwischen Vereinsleben und kommunaler Verantwortung.
Mit Wolfgang Friedemann, Horst Rißmann, Helmut Hamp und Steffen Rißmann standen in den vergangenen Jahrzehnten Persönlichkeiten an der Spitze der Stadt, die gleichzeitig dem Sport eng verbunden waren und teilweise selbst Vereinsvorsitzende oder Abteilungsleiter waren.
Diese Nähe zum Sport war sicherlich oftmals hilfreich, wenn es darum ging, die Interessen der Vereine zu vertreten.

Unser Dank gilt deshalb auch den Stadtvertretern und allen Verantwortlichen der Stadt Wesenberg, die den Sport über viele Jahre unterstützt und für die Belange der Vereine ein offenes Ohr gehabt haben.
100 Jahre – und kein bisschen müde

Über ein Jahrhundert Vereinssport in Wesenberg lässt sich nicht allein in Jahreszahlen, Tabellen, Pokalen und Mitgliederzahlen messen.

Hinter jeder Zahl stehen Menschen!
Menschen, die sonntags auf dem Fußballplatz standen. Menschen, die Kinder zum Training brachten. Menschen, die Trikots wuschen, Plätze pflegten, Boote reparierten, Veranstaltungen organisierten und Mannschaften zu ihren Wettkämpfen fuhren.
Menschen, die gewonnen und verloren haben. Menschen, die geblieben sind. Menschen, die gegangen sind. Und Menschen, die ihre Begeisterung an die nächste Generation weitergegeben haben.


Das ist die eigentliche Geschichte des Vereinssports in Wesenberg.

100 Jahre – das sind 100 Jahre Bewegung.
100 Jahre Gemeinschaft.
100 Jahre Ehrenamt.
100 Jahre Leidenschaft.
100 Jahre Vereinsleben.

Wir als „Unioner“ sind stolz darauf, Teil dieser Geschichte zu sein und gleichzeitig wissen wir: Die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende. Die nächste Generation steht bereits bereit.

100 Jahre Vereinssport in Wesenberg - Ein Jahrhundert Tradition - Eine Zukunft voller Bewegung